Zeitung Heute : Hilfe, die Zeitung stinkt!

Der Tagesspiegel

Zum zweiten Mal ist die „NZZ am Sonntag“ jetzt erschienen, diesmal mit einer ganzen Seite Leserbriefe. Lob gibt es dort für die neue Zeitung, eine ganze Menge sogar, dafür hat die Leserbriefredaktion schon gesorgt.

Aber es sind gleich mehrere Leser darunter, denen die neue Sonntagslektüre – man muss es wohl so ausdrücken – stinkt. Walter Huber aus Zürich zum Beispiel. Er formuliert es nur höflicher: „Ihre neue Zeitung“, schreibt er, „duftet nach Heizungskeller“. Gerd Arthur Haisch aus Basel findet hingegen, dass sie nach „verschmürzelnden Elektroleitungen“ roch. Lucas Imbach aus Bremgarten klagte gar, dass er es wegen des Gestanks nur schaffte, die kurzen Artikel zu lesen: „Ich musste die Zeitung nach zehn Minuten weglegen und an die frische Luft gehen.“

Auch die Redaktion selbst bemerkte den unangenehmen Geruch. „Ja, die Zeitung hat tatsächlich gestunken“, sagt der Projektleiter Kurt Blum. Um „sein Problem“, wie er es nennt, würde ihn so ziemlich jede deutsche Zeitung zurzeit beneiden: In der „NZZ am Sonntag“ sind einfach zu viele Anzeigen. Ganzseitige, farbige Anzeigen. Beim Druck seien Druckerfarben und Papier eine chemische Reaktion miteinander eingegangen, erklärt er. Was tun? Raus mit den Anzeigen? Blum hatte eine bessere Idee. Er hat für die zweite Ausgabe ein anderes Papier bestellt. Und der Gestank war weg. nol

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