Zeitung Heute : Hilfestellung für die Zweisamkeit Rainbowdancer vermittelt Partner

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„Herr Wowereit wünscht Ihnen für die Eröffnung und die Zukunft Ihres Unternehmens viel Erfolg“, ließ das Büro des Regierenden Bürgermeisters die beiden ExistenzGründerinnen Anne Konetzke (Ende 30) und Petra Stoffregen (Anfang 40) wissen. Die beiden sind mit ihrer Agentur Rainbowdancer ( www.rainbowdancer-berlin.de , 44 71 87 13) angetreten, die Partnerwünsche Gleichgeschlechtlicher zu erfüllen. „Das individuelle Glück in der Partnerschaft ist uns weitaus wichtiger als eine große Anzahl an Vertragskunden in der Kartei,“ beschreibt Anne Konetzke die Firmenphilosphie. Die Individualität der Klienten steht im Mittelpunkt und soll Rainbowdancer auch in den Methoden der Partnersuche von anderen, konventionellen Agenturen unterscheiden. Genaueres erfährt man nicht. „Betriebsgeheimnis“, sagt Petra Stoffregen, ergänzt aber: „Wir setzen keine Lockvogel-Anzeigen in die Zeitung, machen nichts Ungesetzliches, und wir versprechen niemandem etwas, was wir nicht halten können.“ Neben der Benennung von potenziellen Partnern über entsprechende Selbst- und Wunschprofile helfen die beiden Existenzgründerinnen auch gerne bei der Anbahnung, der Organisation oder der Ausstattung des Erstkontaktes. Zwei Mal jährlich sollen schwule und lesbische Singles bei Rainbowdancer-Events bei Musik und guter Unterhaltung ungezwungen zusammen kommen.

Das persönliche Interesse an der Arbeit mit Menschen brachte die beiden Sozialarbeiterinnen im vergangenen Jahr im Rahmen einer Fortbildung an der Akademie fnr Kultur und Bildung in Mitte ( www.akb-berlin.de , 27 56 02 06) zusammen. Im Kurs, in dem sie sich auf den Gebieten der Betriebswirtschaft, der Unternehmensgründung, des Projektmanagements und des Marketings spezialisierten, entstand das Konzept für Rainbowdancer. Die Gründungsvorbereitung war gleichzeitig die Abschlussarbeit an der Akademie. „Die Idee entstand“, erinnert sich Stoffregen, „als wir feststellten, dass es hier noch keine derart spezialisierte Partneragentur gibt.“ Dabei ist Berlin die Stadt mit dem höchsten Anteil an Homosexuellen – prozentual zur Bevölkerung gesehen. Das Statistische Landesamt beziffert den Anteil auf zwei bis 18 Prozent, die Rainbowdancer gehen von zehn Prozent aus. Anne Konetztke: „In sehr vielen Gesprächen haben wir immer wieder von den Wünschen nach glücklicher Zweisamkeit gehört.“ thm

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