Zeitung Heute : Historische Mühlenlandschaften in den Vitrinen

Der Tagesspiegel

Marzahn. Anfassen ist erlaubt: Man kann am hölzernen Mühlenrad drehen, in historischen Unterlagen blättern oder selbst Weizenkörner zu Mehl malen. „Mühlenlandschaften“ – so lautet der Titel der neusten Ausstellung im Bezirksmuseum. Der Müller der Marzahner Bockwindmühle, Jürgen Wolf, hat gemeinsam mit dem Bezirk die Schau initiiert. In den vergangenen drei Monaten wurden Archive durchwühlt, Schautafeln gestaltet und Vitrinen mit historischen Werkzeugen „gefüllt“. In drei Räumen ist jetzt jede Menge Wissenswertes über die „Mühlen von gestern und morgen“ sowie über „Fünf Dörfer – fünf Mühlen“ zu erfahren. „Eigentlich sind es zwei Ausstellungen“, sagt der Müller. Letztere macht den Besucher mit den fünf Mühlen bekannt, die es einst in den Ortsteilen des Großbezirks gab.

Übrig geblieben – beziehungsweise nach historischen Vorlagen wiedererrichtet – ist nur eine: die Bockwindmühle hinter dem Dorf Marzahn. Erstaunlich auch die von der Mühlenvereinigung Berlin Brandenburg e.V. ermittelte Statistik. So existierten einst in Brandenburg und Berlin 725 Mühlen. „Wir wissen inzwischen, dass es 179 davon nicht mehr gibt“, erzählt Jürgen Wolf. Die neue Ausstellung im Bezirksmuseum, Alt-Marzahn 51, wird heute um 14 Uhr eröffnet. Besucher sind ab sofort dienstags und donnerstags von 9 bis 17 Uhr, freitags von 9 bis 14 Uhr sowie sonntags von 14 bis 18 Uhr willkommen. bey

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