Zeitung Heute : Höhenangst

Der Tagesspiegel

Was ist Höhenangst?

Wenn man sich in großer Höhe befindet, sind Schwindelgefühle eine ganz normale Reaktion. Dieser Höhenschwindel warnt den Menschen vor Gefahren, beispielsweise zu sehr zu schwanken. Wird die Furcht, die Kontrolle über den Körper zu verlieren, zu groß, entsteht Höhenangst.

Wann kommt es zur Höhenangst?

Auslöser können Aufenthalte auf Brücken, Türmen, Hochhäusern oder steilen Abhängen sein. Manche Menschen spüren Höhenangst nur, wenn sie sich im Freien befinden. Hinter der Glasscheibe einer Aussichtsplattform oder im Inneren eines Hochhauses, kommt es dagegen zu keiner Angstreaktion.

Wie lässt sich Höhenangst behandeln?

Die Suche nach Konflikten als Auslöser hilft nicht weiter. Bei der Behandlung der Höhenangst hat sich die Verhaltenstherapie bewährt. Ausreichender Erfolg kann schon nach zwei Doppelstunden auftreten. Die Methode der Wahl ist das angeleitete Erfolgslernen. Dabei wird der Patient dazu angehalten, die allerschwierigsten Situationen so schnell wie möglich anzugehen. Aber auch die andere Vorgehensweise ist möglich: die Konfrontation langsam zu steigern. Wichtig ist, dass nachvollziehbare Erfolgskriterien für jede Sitzung vereinbart werden.

Wann sollte man zur Therapie gehen?

Wenn die Höhenangst einen zu großen Stellenwert bekommt, etwa die Bewegungsfreiheit im Alltag eingeschränkt ist. pja

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