Zeitung Heute : Hörtest: Kammermusik - Haydn

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Aus dem Dunstkreis von Nikolaus Harnoncourts Concentus Musicus stammend, hat das Quatuor Mosaiques sich die unumstrittene Spitzenposition unter den Originalklang-Streichquartetten erobert. Mittlerweile sind die rhetorischen Zuspitzungen früherer Aufnahmen einem gelasseneren Gestus gewichen - geblieben ist der warme, unforcierte Klang der Darmsaiten und das von Harnoncourts Klangrede-Ästhetik geerbte Gespür für den dialogischen Charakter der Musik. In ihrer Neuaufnahme von Haydns genialen sechs Quartetten opus 76 gelingt den Mosaiques die Quadratur des Kreises: Jedes Detail im perfekt ausbalancierten Diskurs der vier Stimmen wird wie selbstverständlich in das Satzgefüge eingebunden, ohne an Lebendigkeit zu verlieren - so frisch, gescheit und originell haben Haydns Quartette bisher nur selten geklungen.

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