Zeitung Heute : Hoffen und Bangen

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Die Bürger sind in ihrer Mehrheit mit der Arbeit der rot-grünen Bundesregierung nicht zufrieden – auch wenn der negative Trend der Vormonate gestoppt werden konnte. Das Problem der bürgerlichen Opposition von CDU/CSU und FDP: Auch ihre Arbeit findet in der Bevölkerung kein positives Echo. Der Effekt durch die gewonnene Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ist verflogen. Das haben zumindest die Demoskopen der Forschungsgruppe Wahlen in ihrer jüngsten Umfrage im Auftrag von ZDF und Tagesspiegel festgestellt.

Trotz der nun etwas geringeren Unzufriedenheit mit SPD und Grünen findet nur noch eine knappe relative Mehrheit der Bundesbürger (47 Prozent), dass die Regierung ihre Sache eher gut macht, 46 Prozent sehen es nicht so. Vor zwei Monaten standen immerhin 51 Prozent aller Befragten der Arbeit von Rot-Grün positiv gegenüber, 41 Prozent gaben an, dass die Schröder- Regierung ihre Sache eher schlecht macht.

Ein Blick zurück

Zum Vergleich ein Blick zurück auf die Stimmung im Mai 1998, vier Monate vor der letzten Bundestagswahl. Damals befürwortete nur noch ein Drittel die Arbeit der CDU/CSU-FDP-Regierung, die Mehrheit von 60 Prozent bewertete sie jedoch eindeutig negativ. Der Wunsch nach einem Regierungswechsel fand hier seinen klaren Ausdruck.

Obwohl also nicht einmal mehr die Hälfte der befragten Deutschen im Mai 2002 mit der Regierungspolitik eher einverstanden sind, setzen sie ihre Hoffnungen trotzdem nicht in die Union, denn gerade mal ein Viertel der Deutschen nimmt an, dass es eine Regierung unter Führung der CDU/CSU besser als die jetzige Koalition machen würde,

Wenn allerdings am Sonntag gewählt würde, könnten Union und Liberale die amtierende Regierung ablösen. CDU/CSU kämen auf 40 Prozent (minus eins), SPD auf 35 Prozent (minus eins), die FDP könnte sich um ein auf neun Prozent verbessern. Die Bündnisgrünen erhielten wie im Vormonat sechs Prozent. Die PDS würde von fünf Prozent der Deutschen gewählt. Tsp

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