Zeitung Heute : HORROR

Saw 4

Oliver Naatz

Auweia. Würde der Wust an obskuren Zerstückelungen nicht dauernd nerven, könnte man getrost sagen: „Ich kam, Saw, und sägte (im Sinne von Pennen)“. Bleibt man wach, stellt man fest, der Jigsaw-Killer ist mausetot. Allerdings sorgt er dafür, dass sein Treiben weitergeht. So wird Jigsaws alte Nemesis Detective Rigg in ein übles Spiel verwickelt, das ihm 95 Minuten lässt, zwei seiner Kollegen vor der Zerblutwurstung zu retten. Um die Chose zu würzen, muss Rigg über Leben und Tod diverser Vergewaltiger und Kinderschänder entscheiden. „Saw IV“ ist nur eine billige Variation des Originals. Ein Flashback-Overkill degradiert das Gedöns zu einem pseudokünstlerischen Rück-Blendwerk. Schnelle Schnitte machen nicht allein die Protagonisten, sondern gleich den ganzen Film zu Stückwerk. Ein Film, so wertvoll wie ein kleines englisches Steak. Unsäglich. Oliver Naatz

„Saw 4“, USA 2007, 95 Min., R: Darren Lynn Bousman, D:

Tobin Bell, Costas Mandylor

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben