Zeitung Heute : HÜRDE 3 Zweites Hilfspaket, 3. Juli 2011

Wenn das griechische Parlament das neue Spar- und Privatisierungspaket beschlossen hat, können auch die Finanzminister der Euro-Zone bei ihrer Sondersitzung am 3. Juli die nächste Tranche in Höhe von zwölf Milliarden Euro aus dem im vergangenen Jahr geschnürten Hilfspaket der Europäer und des Internationalen Währungsfonds (IWF) freigeben. Bei dem Treffen soll auch das zweite Hilfspaket für Griechenland „in seinen Grundzügen“ verabschiedet werden, wie Merkel am Mittwoch im Bundestag erläuterte. Im Gespräch sind Hilfszahlungen in Höhe von insgesamt 120 Milliarden Euro, mit denen die Griechen bis 2014 über Wasser gehalten werden sollen. Unklar ist weiterhin, in welchem Umfang sich private Gläubiger am zweiten Rettungspaket beteiligen. Deutschland bemühe sich um eine private Gläubigerbeteiligung, hieß es am Mittwoch lediglich aus Regierungskreisen zu den laufenden Gesprächen mit Banken und Versicherungen. Kanzlerin Merkel dämpfte allerdings die Erwartungen mit Blick auf den Beitrag der Privatgläubiger. Deutschland nehme mit der Forderung, die Privatgläubiger substanziell zu beteiligen, eine „Außenseiterposition“ im Kreis der EU-Staaten ein, sagte sie. Bislang haben nur Finnland und die Niederlande eine ähnliche deutliche Forderung nach einem quantifizierbaren Anteil von Banken, Versicherungen und Rentenfonds erhoben. Immerhin hat sich Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy im Grundsatz dazu bereit erklärt, dass Privatgläubiger freiwillig beteiligt werden. ame

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