Zeitung Heute : Hunde beißen seltener zu

Der Tagesspiegel

Berlins Hunde beißen nicht mehr so häufig zu. Seit Erlass der neuen Hundeverordnung im Juli 2000 ist die Zahl der Angriffe von Hunden auf Menschen zurückgegangen. Gab es im Jahr 2000 noch 1447 Bissvorfälle (1999: 1816), so waren es im vergangenen Jahr nur noch 1301. Das ist ein Rückgang von etwa 10 Prozent. Nach der neuesten Statistik der Senatsgesundheitsverwaltung ist die Zahl der Vorfälle mit Kampfhunden sogar um die Hälfte zurückgegangen. Das sei ein erster Erfolg der Hundeverordnung, sagte Roswitha Steinbrenner, Sprecherin von Senatorin Heidi Knake-Werner (PDS). „Die Hundehalter sind sensibilisiert worden.“ Seit zwei Jahren müssen Kampfhundehalter ihren Hund beim Veterinäramt anmelden. Dieses entscheidet auf Grundlage eines polizeilichen Führungszeugnisses des Halters sowie eines Sachverständigengutachtens zu dem Hund über die Ausstellung einer Unbedenklichkeitsplakette. Das verteuert die Anschaffung eines Kampfhundes. Zu der jährlich anfallenden Hundesteuer von 120 Euro kommt noch ein einmaliger Betrag, der zwischen 80 und 200 Euro liegen kann. Von den rund 5000 in Berlin lebenden Kampfhunden haben 217 noch keine Plakette. kvm

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