Zeitung Heute : IBM: Computernutzung als Grundversorgung

Die Computernutzung soll nach den Vorstellungen von IBM in naher Zukunft zu einer Grundversorgung wie Wasser und Strom werden. Anstatt selbst umfangreiche Computerzentren aufzubauen, sollen Wissenschaftler und Unternehmen die jeweils benötigten Rechenkapazitäten von riesigen Server-Farmen beziehen, die ihre Leistung wie Stromkraftwerke zur Verfügung zu stellen.

Zum Aufbau dieses neuen Projekts will IBM weltweit insgesamt vier Milliarden Dollar investieren, wie der für Server zuständige IBM-Manager Irving Wladawsky-Berger.mitteilte.

"Sie werden Computerleistung und Speicherkapazität bekommen - nicht von Ihrem eigenen Computer, sondern über das Internet", sagte Wladawsky-Berger, der auch die Linux-Projekte von IBM leitet. "Sie bezahlen nur für das, was Sie auch nutzen - fast genauso, wie Sie das vom elektrischen Strom kennen."

Bei diesem Projekt soll die Technik des verteilten Rechnens eingesetzt werden, mit der mehrere Computer für die Bearbeitung einer einzelnen Aufgabe eingesetzt werden können. Mit dieser einzigartigen Verbindung hunderttausender Computer ergäben sich dann auch ganz neue Möglichkeiten für die Krebsforschung, die Wettervorhersage oder die Erschließung von Rohstoffvorkommen, sagte der IBM-Manager Wladawsky-Berger.

Um das verteilte Rechnen der Serverfarmen soll sich eine Open-Source-Software namens Globus kümmern, die von Wissenschaftlern des US-Energieministeriums und der University of Southern California (USC) entwickelt wurde.

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