Zeitung Heute : Ich liebe meinen Roboter

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Wer zu faul ist, regelmäßig das Katzenklo zu säubern, kann sich mit elektronischen Haustieren behelfen. Einem echten Tier am nächsten kommt der Roboterhund „Aibo“ von Sony. Er reagiert auf 75 verschiedene Kommandos, erkennt seinen Namen und den seines Besitzers und hat eine eigene Ton und Körpersprache. Die künstliche Intelligenz ermöglicht es dem frisch erworbenen Aibo-Welpen, eine eigene Persönlichkeit zu entwickeln. Kümmert man sich viel um ihn, wird er fröhlich und aktiv, vernachlässigt man ihn, wird er mit der Zeit lethargisch. Selbst zunächst skeptische Nutzer berichten von einer starken emotionalen Bindung, die sie zu dem Roboterhund entwickelt haben. Mit rund 2000 Euro ist die Robotertöle allerdings ein teures Spielvergnügen.

Preisgünstiger, dafür auch nicht ganz so hoch entwickelt, ist eine Roboterkatze für ältere Menschen, die die Firma Matsushita entwickelt hat. Das Kuscheltier mit dem Spitznamen „Tama“ ist weniger agil, dafür kann es mit über 3000 (bislang japanischen) Phrasen vorgefertigte Dialoge mit den Senioren führen. Über Modem kann ein Pfleger sogar an die Einnahme von Medikamenten erinnern und überprüfen, ob auf die Sätze des Kuscheltiers geantwortet wird. Ob bei längerer Stille tatsächlich ein Notfall vorliegt, oder das plappernde Plüschtier nur wutentbrannt in die Ecke gefeuert wurde, lässt sich allerdings per Datenleitung nicht feststellen.

TECHNIK

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