Zeitung Heute : Im Auftrag der Toleranz

Der Tagesspiegel

Potsdam. Die bisherige Chefin des Polizeipräsidiums Eberswalde, Uta Leichsenring, hat gestern ihr Amt als neue Landesbeauftragte für das Handlungskonzept „Tolerantes Brandenburg“ angetreten. Zur Bekämpfung vor allem des Rechtsextremismus sei es notwendig, die Beratung und vorbeugende Maßnahmen stärker zu regionalisieren, sagte Leichsenring. Sie sprach sich dafür aus, zu diesem Zweck hauptamtliche Koordinatoren vor Ort einzusetzen.

Leichsenring ist an das Potsdamer Bildungsministerium angebunden, dessen SPD-Chef Steffen Reiche die gestrige Zeremonie mit den Worten kommentierte: „Das ist ein dickes Brett, das wir da gebohrt haben.“ Damit spielte Reiche auf das lange Tauziehen an, das es um den Posten gegeben hatte. Leichsenring, deren Eberswalder Präsidium im Zuge der Polizeireform zum 1. Juli aufgelöst wird, ist noch bis 30. Juni Polizeipräsidentin. Vom 1. April an hat sie ihr Arbeitgeber, das Innenministerium, jedoch ins Reiche-Ministerium abgeordnet. Bezahlt wird die Toleranz-Landesbeauftragte weiter vom Innenministerium: Nach Auflösung der Polizeipräsidien hat sie fünf Jahre lang Anspruch auf Bezüge im einstweiligen Ruhestand.

Die 52-jährige Leichsenring wurde im sächsischen Radebeul geboren. Sie studierte Ökonomie, ist Quereinsteigerin bei der Polizei und immer noch parteilos. dpa/Tsp

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