Zeitung Heute : Im Glauben verborgen

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Von den gut 1,2 Milliarden Anhängern des Islams zählen sich rund 80 Prozent zu den Sunniten und 15 Prozent zu den Schiiten. Die islamische Religion beginnt nach christlicher Zeitrechnung im Jahre 622 nach Christus mit der Auswanderung des Propheten Mohammed aus Mekka nach Medina. Schon wenige Jahrzehnte nach dem Tod Mohammeds 632 kam es zur Aufspaltung in die beiden Hauptströmungen. Beide Gruppen konnten sich nicht einigen, wer der rechtmäßige Nachfolger Mohammeds sei. Die Sunniten wählten einen Kalifen; die Schiiten aber waren der Auffassung, der Nachfolger Mohammeds müsse aus dessen Familie stammen. Sie betrachten Ali bin Abi Talib , den Schwiegersohn und Cousin Mohammeds, als ihren ersten Imam . Der zwölfte Imam zog sich nach schiitischer Überzeugung in die Verborgenheit zurück, die bis heute andauert. Entsprechend lehnten die Schiiten die Kalifen der Sunniten ab. Durch politische Umbrüche wurde die tatsächliche Macht des Kalifen jedoch immer geringer, bis 1924 das Kalifat abgeschafft wurde.Tsp

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