Zeitung Heute : Im Höllenschlund

Die schwersten Katastrophen der letzten 200 Jahre

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In den letzten 10 000 Jahren gab es auf der Erde 1511 aktive Vulkane, von denen heute noch etwa 550 aktiv sind. Etwa ein Fünftel von ihnen stufen die Wissenschaftler als gefährlich ein. Schätzungsweise eine halbe Milliarde Menschen leben an den Berghängen oder in unmittelbarer Nähe solcher Vulkane.

Der schwerste Vulkanausbruch in der Geschichte der Menschheit ereignete sich 1815 in Indonesien, wo der Vulkan Tambora 92 000 Menschen das Leben kostete. Das Gestein aus dem Inneren der Erde wurde über 40 Kilometer hoch geschleudert. Danach stürzte der Vulkan zusammen, sein Gipfel fiel von 4000 auf 2650 Meter herab.

Die größte Katastrophe des 20. Jahrhunderts ereignete sich 1902 auf Martinique. Die Lavaströme des Mont Pelée zerstörten die Hafenstadt Saint Pierre und rissen 28 000 Menschen in den Tod. Der Ascheregen des Vulkans Santa Maria in Guatemala forderte 1902 etwa 6000 Todesopfer. Der herabfallende Ascheregen des El Chichon in Mexiko, der den Himmel zwei Tage lang total verdunkelte, forderte 1982 insgesamt 3500 Todesopfer. Die Schlammströme des Nevado del Ruiz in Kolumbien verwüsteten die Stadt Armero und töteten 1985 etwa 24 000 Menschen. Als der Vulkan Unzen 1991 in Japan explodierte, konnte die Bevölkerung rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. Dennoch starben 45 Menschen, darunter zwei Vulkanforscher. Bei der Explosion des Pinatubo auf den Philippinen 1991 kamen 1000 Menschen ums Leben, obwohl der Ausbruch vorhergesagt werden konnte. 400 000 Menschen wurden obdachlos, weil der dicke Ascheregen ihre Häuser zerstörte. Tsp

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