Zeitung Heute : Im Kampf mit dem Finanzamt

Claudia Bell[dpa]

Die eigene Steuererklärung bereitet vielen Menschen schlaflose Nächte. Kompliziertes Zahlenwerk und häufig wechselnde Gesetze sind es dann auch, die immer mehr Steuerzahler dazu bringen, ihre Erklärung von einem professionellen Steuerberater erstellen zu lassen. Doch was für manchen Menschen die pure Qual bedeutet, ist für Steuerberater umso faszinierender: der tägliche Umgang mit Zahlen und vor allem die ständige Auseinandersetzung mit dem Finanzamt.

Der Weg zum Steuerfachangestellten führt über eine dreijährige Ausbildung. Zu den Aufgaben zählen die Buchführung ebenso wie die Lohn- und Gehaltsabrechnung, das Erstellen von Jahresabschlüssen sowie das Anfertigen von Steuererklärungen. Steuerfachangestellte arbeiten vor allem bei Steuerberatern, Wirtschaftsprüfern oder in großen Buchprüfungsgesellschaften.

„Die Anforderungen an den Auszubildenden sind hoch – höher als bei anderen Ausbildungszweigen“, sagt Susanne Wanagas von der Bundessteuerberaterkammer in Berlin. Dennoch sind Realschulabgänger den Arbeitgebern fast noch lieber als Abiturienten – denn diese nehmen häufig nach der Lehre die Ausbildung zum Steuerberater in Angriff und werden so zur potenziellen Konkurrenz. Hauptsächlich Frauen wählen den Weg in die Steuerbranche. Mehr als zwei Drittel aller angehenden Steuerfachangestellten sind weiblich.

„In diesem Beruf kann man gut und flexibel von zu Hause arbeiten “, sagt Roland Engelhardt, Steuerberater aus Fellbach. Auch in seiner Kanzlei liegt die Frauenquote bei 90 Prozent.

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben