Zeitung Heute : Im Kampf ums Sosein

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Jürgen Hubbert war „Mister Mercedes“. Der langjährige Chef des Unternehmens initiierte in den 90er Jahren die erste Modelloffensive. Die Produktpalette wurde mit der AKlasse und dem Geländewagen M-Klasse erweitert. Hubbert brachte die Marke Smart und den Maybach auf den Markt. Als Bernhard Mercedes als Sanierungsfall bezeichnete, sah Hubbert sein Lebenswerk gefährdet und setzte alles daran, Bernhard als Nachfolger zu verhindern.

DER GEFÄHRTE

Mit Dieter Zetsche bildete Bernhard ein erfolgreiches Duo. 2000 hatte Konzernchef Jürgen Schrempp die beiden nach Detroit geschickt, um Chrysler zu sanieren. 2001 gab es einen Verlust von 5,3 Milliarden Euro, doch dann ging es aufwärts. Zetsche repräsentierte Chrysler nach außen, Bernhard schloss oder sanierte die Fabriken. Inzwischen macht das Unternehmen Gewinn.

DER CHEF

Bernd Pischetsrieder holte Bernhard nach Wolfsburg, damit der die Kernmarke VW wieder profitabel macht. Der Hobbyangler Pischetsrieder, eher bedächtig als forsch, will sich künftig auf die Funktion des Konzernchefs konzentrieren und die Leitung der Markengruppe VW Bernhard überlassen. Neben dem Vorstandsvorsitz bei Opel ist das der schwierigste Job in der deutschen Autoindustrie. Wenn Bernhard Erfolg hat, ist er Favorit für den Chefposten bei Europas größtem Autohersteller.

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