Zeitung Heute : Im Leben wie im Film

-

DER GEGNER

George W. Bush.

Nicht genug, dass Stone den US-Präsidenten bereits mit Hitler verglich, er lässt auch keinen Zweifel daran, dass er ihn für nicht besonders intelligent hält. Ihn 30 Stunden lang zu interviewen, so wie Stone es mit Fidel Castro getan hat, sei unmöglich. Es gebe keinen Dialog, ist Stone sich sicher: „Er ist ein ehemaliger Alkoholabhängiger, der an Jesus glaubt. Was könnte es Gefährlicheres geben?“

DIE KRITIKERIN

Carie Lemack. Die Gründerin der Organisation „Families of September 11“ hat wenig Gutes über Stone und seinen Film zu sagen. Die Frau, die ihre Mutter bei den Anschlägen verlor, wirft ihm und Paramount Pictures vor, nur Geld machen zu wollen. Das Versprechen, zehn Prozent der Einnahmen aus den ersten fünf Tagen an die Opfer zu spenden, sei „ein Tropfen auf den heißen Stein“. Stattdessen fordert Lemack: „Ermuntert die Leute, aktiv zu werden, statt sich zwei Stunden lang den Hintern platt zu sitzen.“ Einen Hinweis auf die Opfer-Organisationen im Abspann des Filmes lehnten die Filmemacher jedoch ab.

DER LEHRER

Martin Scorsese. „Ich weiß, es klingt kitschig“, sagt Stone, „aber die Filmschule hat mich gerettet.“ Wütend, frustriert und ziellos kam er zurück aus Vietnam und fand in Martin Scorsese an der New York University einen brillanten Lehrer. Kaum weniger durchgedreht als sein Schüler, gelingt es dem Regisseur, den Ärger seines Studenten in kreative Energie umzusetzen. mbk

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben