Zeitung Heute : Im politischen Sinne

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DER MENTOR

Helmut Kohl

Er förderte sie nahezu von Beginn ihrer politischen Karriere an. Sie wollte sein Erbe bewahren. Allerdings war sie es auch, die in der Spendenaffäre der CDU lückenlose Aufklärung verlangte. Manche sagen ihr nach, sie hätte eine ähnliche Vorliebe für Macht, wie ihr Mentor. In einem Gespräch mit der „Bild“-Zeitung hat Kohl seinem „Mädchen“ – wie Angela Merkel in der Öffentlichkeit oft genannt wurde – einen Rat gegeben: „Was ich raten würde – das gilt aber auch für jeden, der in das Amt des Bundeskanzlers kommt: Er muss Stehvermögen haben. Der Wind in diesem Amt weht sehr rau. Und er ist heute durch die veränderte Medienwelt in mancher Hinsicht sogar noch rauer geworden.“

DIE VERTRAUTE

Beate Baumann ist seit 1991 Büroleiterin von Merkel und gilt als verlässlichste und engste Beraterin. Sie ist wohl diejenige, der die künftige Kanzlerin ganz vertraut.

DER GEGNER

Friedrich Merz

Er kam nicht einmal zur Abstimmung. Als der Vertrag für die große Koalition beim kleinen Parteitag von der CDU-Basis beschlossen wurde, fehlte Friedrich Merz. „Wir zahlen insgesamt für das Kanzleramt einen verdammt hohen Preis“, sagte er. Seit Angela Merkel ihm mit Hilfe von Edmund Stoiber den Unionsfraktionsvorsitz nahm und so ihre Macht ausbaute, ist kein Vertrauen mehr da.Tsp

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