Zeitung Heute : Im tieferen Sinne

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DER KOLLEGE

Carl Gustav Jung. 1906 begann Freud einen Briefwechsel mit seinem Kollegen Carl Gustav Jung – einem Schweizer Psychoanalytiker. Jung entwickelte die Theorie des kollektiven Unbewussten. 1907 trafen sich Freud und Jung und redeten 13 Stunden lang am Stück ohne Unterbrechung. Freud sah in Jung zunächst seinen Kronprinzen. Später mehrten sich die Differenzen. 1912 publizierte Jung „Wandlungen und Symbole der Libido“, in dem er Freuds Libidotheorie kritisiert. 1914 veröffentlichte Freud die Schrift „Zur Geschichte der psychoanalytischen Bewegung“ – und es kam zum Bruch.

DIE TOCHTER

Anna Freud. Anna war das jüngste von den sechs Kindern Freuds. Sie unterstützte ihren Vater zeitlebens und wurde selbst zur Psychoanalytikerin. Ihr Hauptaugenmerk galt traumatisierten Kindern, sie gilt als eine der Begründerinnen der Kinderanalyse.

DAS UTENSIL

Die Couch. In der Berggasse 19 in Wien lässt sie sich heute noch bewundern: Sigmund Freuds berühmte Couch. Auf ihr ließ der Nervenarzt seine Patienten Platz nehmen, damit sie sich entspannen konnten. Eines der größten Verdienste Freuds besteht darin, dass er seinen Patienten zuhörte. Nach der von ihm entwickelten Methode des „freien Assoziierens“ sollten die Menschen sich auf die Couch legen und ihren Gedanken freien Lauf lassen. So, meinte Freud, gelangte man zu den Tiefgeschossen der Psyche, dem Unbewussten – wo verbotene Triebe und verdrängte seelische Verletzungen aus der frühen Kindheit ihr Unwesen treiben.

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