IM WORTLAUT : Das Prinzip der Billigkeit

Im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB)

regelt der Paragraf 1570 den

„Unterhalt wegen der Betreuung

eines Kindes“. Im Zuge der Reform

des Unterhaltsrechts ist dieser

Paragraf geändert worden. Bis Ende

vergangenen Jahres galt laut Gesetzestext folgende Regelung:

„Ein geschiedener Ehegatte kann von dem anderen Unterhalt verlangen, solange und soweit von ihm wegen der Pflege oder Erziehung eines gemeinschaftlichen Kindes eine Erwerbstätigkeit nicht erwartet werden kann.“

Seit dem 1. Januar 2008 gilt nun

stattdessen:

„(1) Ein geschiedener Ehegatte kann von dem anderen wegen der Pflege

oder Erziehung eines gemeinschaftlichen Kindes für mindestens drei Jahre nach der Geburt Unterhalt verlangen. Die Dauer des Unterhaltsanspruch

verlängert sich, solange und soweit dies der Billigkeit entspricht. Dabei

sind die Belange des Kindes und

die bestehenden Möglichkeiten

der Kinderbetreuung zu berücksichtigen.

(2) Die Dauer des Unterhaltsanspruches verlängert sich darüber hinaus, wenn diese unter Berücksichtigung

der Gestaltung von Kinderbetreuung und Erwerbstätigkeit in der Ehe

sowie in der Dauer der Ehe der

Billigkeit entspricht.“

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