Zeitung Heute : Immer mehr deutsche Internet-Seiten mit revisionistischen Angeboten

Die Zahl deutscher Internet-Seiten mit rechtsextremen Inhalten hat sich nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes in diesem Jahr auf 320 verdoppelt. Der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Peter Frisch, erklärte im ZDF-Magazin "Frontal", besonders Provider in den Vereinigten Staaten böten deutschen Rechtsextremisten an, Seiten kostenlos einzustellen, "mit der kleinen Einschränkung, dass sie zwischenzeitlich einmal Werbung erdulden müssen".

Michel Friedman vom Zentralrat der Juden in Deutschland verwies auf die professionelle Aufmachung der Homepages. "Man merkt, dass die rechtsradikale Szene sehr viel Geld investiert in diese Projekte." Auch Hans-Jürgen Doll vom baden-württembergischen Verfassungsschutz warnte: "Gelingt es Revisionisten, ihre Texte seriös verbrämt und professionell aufgemacht im Internet zu platzieren, so besteht die Gefahr, dass in absehbarer Zukunft zum Beispiel das Thema Holocaust von revisionistischen Angeboten im Internet überlagert wird."

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