Zeitung Heute : Immer mehr Lehrlinge haben Abitur

Immer mehr Auszubildende in Deutschland haben Abitur. Im vergangenen Jahr schlossen rund 607 900 Jugendliche einen Ausbildungsvertrag ab, 1,7 Prozent mehr als 1997, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden jetzt mitteilte. Davon hatten rund 100 200 die Hoch- oder Fachhochschulreife, das sind 4,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Insgesamt waren Ende des Jahres knapp 1,66 Millionen Jugendliche in einer Ausbildung, 2,2 Prozent mehr als im Jahr 1997.Die meisten Auszubildenden mit Abitur oder Fachhochschulreife finden sich in Industrie und Handel (23,8 Prozent der Ausbildungsanfänger), während der Anteil im Handwerk nur bei 5,2 Prozent liegt. Bei den einzelnen Berufen liegt Luftverkehrskaufmann oder -kauffrau an der Spitze: Hier hatten 91,5 Prozent der neuen Lehrlinge Abitur. Danach folgten mathematisch-technischer Assistent (89,4 Prozent), Kaufmann für audiovisuelle Medien (79,8 Prozent), Werbekaufmann (79,2 Prozent) und Schiffahrtskaufmann (78,2 Prozent).Beliebtester Beruf bei den neuen Lehrlingen mit Abitur oder Fachhochschulreife war Bankkaufmann (12,2 Prozent), gefolgt von Industriekaufmann, Kaufmann im Groß- und Außenhandel (6,5 Prozent), Bürokaufmann (5,3 Prozent) und Steuerfachangestellte (4,5 Prozent). Diese fünf Berufe standen auch schon 1993 an der Spitze der von Abiturienten am häufigsten erlernten Berufe, allerdings in veränderter Reihenfolge.Insgesamt stieg der Abiturientenanteil an den Lehrlingen mit neu abgeschlossenem Ausbildungsvertrag seit 1993 von 13,8 auf 16,5 Prozent.

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