Zeitung Heute : Immer telegener

ZDF und ARD berichten gemeinsam von den Paralympics Vancouver 2010 – und die Sender machen dabei so gute Erfahrungen, dass sie sich schon auf die Sommerspiele 2012 vorbereiten

ZDF und ARD berichten gemeinsam von den Paralympics Vancouver 2010. Sie teilen sich die Sendezeiten, die Ausrüstung und auch die Kosten. Die ersten sechs Tage übernahm das ZDF die Berichterstattung unter der Leitung von Teamchef Peter Kaadtmann. Da die Sendungen wegen der großen Zeitverschiebung von acht Stunden in Deutschland mitten in der Nacht zu sehen sind, wird jede Sendung am folgenden Vormittag noch einmal wiederholt. „Von positiven Ereignissen, wie zum Beispiel glücklichen Siegern oder spannenden Wettkämpfen zu berichten, macht natürlich immer am meisten Spaß“, sagt Kaadtmann und erinnert in diesem Zusammenhang daran, wie die Dopingfälle der Tour de France den eigentlichen sportlichen Aspekt der Veranstaltung in den Hintergrund drängten.

ARD und ZDF präsentieren die 64 Wettbewerbe in einer Livesendung und in einer Zusammenfassung von jeweils 30 bis 70 Minuten Länge. ARD, ZDF und Eurosport räumen den Winterspielen breiten Raum ein. Das ZDF übertrug die Eröffnungsfeier in Vancouver live in der Nacht und hat anschließend noch bis zum 17. März berichtet. Danach hat nun die ARD übernommen, die auch die Schlussfeier in der Nacht vom 21. auf 22. März von 3.00 Uhr an live aus Whistler überträgt.

Erst seit den Spielen in Sydney berichten ARD und ZDF gemeinsam von den Paralympics. Bei den letzten Sommerspielen in Peking verfolgten durchschnittlich 1,45 Millionen Zuschauer die Zusammenfassung „Paralympics extra“. Dies entspricht in Deutschland einem Marktanteil von 11,1 Prozent. Damit sind die Paralympics nach den Olympischen Spielen zum größten Multi-Sportevent herangewachsen.

Diesen Trend will man beim ZDF auf jeden Fall fortsetzten. Der leistungssportliche Aspekt steht dabei ganz klar im Vordergrund. „Mir fallen die Behinderungen oft schon gar nicht mehr auf“, sagt Kaadtmann und fügt hinzu, dass durch technologische und medizinische Fortschritte der Sport für die Zuschauer immer interessanter werde, da die Athleten „schlichtweg immer besser werden“.

Und für die Spiele in London 2012 laufen die ersten Vorbereitungen auch schon. Sehr gute Kontakte habe man zum IPC und zu Channel 4, dem die Übertragungsrechte für die nächsten Sommerspiele zugesprochen wurden. Tassilo Hummel und

Raphael Menke, beide 18 Jahre

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