Zeitung Heute : In 2300 Metern Höhe dahingleiten, mit Blick bis in die Schweizer und Tiroler Alpen

Rainer W. Hamberger

Zischend schießen Flammen in die Öffnung der bunten Hülle. Stille. Wieder heizt der Pilot nach. Fast unmerklich steigt unser Ballon noch höher und wird vom sanften Wind erfasst. "60 Grad, 15 Knoten" misst unser Pilot mit einem Spezialgerät. Damit wird die Windrichtung und Geschwindigkeit angegeben. Ein weiterer Feuerstoß, und wir haben jetzt eine Höhe von 2300 Metern erreicht, hoch genug, um in den Genuss einer weiten Sicht über die Alpen zu kommen.

Spannend war schon der Start. Hier werden die Morgenstunden favorisiert, denn je kälter die Außenluft, desto weniger Gas braucht der Ballon um zu steigen oder seine Höhe zu halten. Gerade im Sommer startet man bevorzugt morgens, bevor thermische Winde einsetzen.

Tagesanbruch auf einer taufeuchten Wiese zwischen Kempten und Wertach. Ballonkörbe stehen auf dem Gras, Ballonhüllen liegen wie lange, bunte Würste davor, bereits mit dem Korb per Drahtseil verbunden. Während wir helfen, den Ballon mit den Händen zu öffnen, wird die Hülle durch ein Gebläse zunächst mit kalter Luft aufgebläht. Dann heizt der Brenner die Luft, ohne die Hülle durch Flammen zu gefährden.

Wie schwerelos hebt sich der Stoffkörper und richtet nach wenigen Minuten auch den Korb auf. Der Pilot ist schon an Bord, kontrolliert die Gasflaschen und sendet immer wieder Feuerstöße nach oben. Wie von Zauberhand geleitet heben wir ab. Rasch werden winkende Menschen unten immer kleiner. Per Funk ist der Pilot ständig mit einer Wetterstation oder anderen Ballonfahrern in Kontakt. Dabei erhält er Informationen über die je nach Höhe verschiedenen Windrichtungen. Sie gilt es zu nutzen oder auch zu meiden. Wetterkunde und Erfahrung verbunden mit technisch einwandfreiem Gerät versetzen ihn in die Lage, seinen Ballon den unterschiedlichen Winden anzuvertrauen. Unser Pilot spricht über das Funkgerät mit dem sogenannten Verfolger, auch schon mal despektierlich "Erdschwein" genannt. In aller Regel ist dies ein Mann in Jeep oder Kleinbus mit Anhänger, der schließlich Ballonhülle, Korb und Gasflaschen samt Passagieren am Zielort abholen wird.

Für einen Sommertag, an dem es heiß zu werden verspricht, ist es erstaunlich klar. Der Blick reicht vom in der Schweiz gelegenen Säntismassiv im Westen bis zur Zugspitze. Südlich begrenzen die Allgäuer und Tannheimer Alpen die Sicht. Auf den Wiesen unter uns weiden Kühe, weiter in Richtung der Berge blinken die Voralpenseen in der Morgensonne. Der Grüntensee bei Wertach mit 134 Hektar Wasserfläche liegt direkt vor uns. Auf der Wasseroberfläche sind die ersten Surfbretter auszumachen. Wertach ist ein beliebtes Familienferiengebiet, das nur wenige Kilometer vom Autobahnanschluss entfernt liegt.

Jetzt steht unser gelber Partnerballon direkt neben dem Vollmond, dann sinkt er wieder langsam zur Scheitellinie der Tannheimer Berge. Sie gehören bereits zum benachbarten Tirol. Die Gemeinde Wertach grenzt direkt an das Jungholzer Tal, das politisch zu Tirol gehört.

Unser Ballon gerät nun mehr und mehr in eine Westdrift. Gasvorräte, Temperatur, Windgeschwindigkeit und die aktuelle Position werden ständig überwacht. Länger als eine Stunde sind wir schon in der Luft. Fast unmerklich verlieren wir an Höhe. Nun können wir auch unser "Erdschwein" erkennen. Es folgt langsam einem geteerten Fahrweg, der zu großen Viehweiden führt, die bereits gemäht wurden. Hier bietet sich ein sicherer Landeplatz an, ohne bedrohliche Kirchtürme oder Stromleitungen.

"Festhalten", ruft der Pilot und setzt den Korb auf die Wiese, "haltet euch, wir gehen nochmal etwas hoch!" In nur einem Meter Höhe schweben wir langsam noch ein Stück und landen dann endgültig.

Ballonfahrten über das Allgäu nach Tirol können das ganze Jahr über gebucht werden. Ballonsport Martin, Krottenkopfstraße 2, 87435 Kempten; Telefon: 08 31 / 134 53.

Auskunft über Urlaubsmöglichkeiten in der Region erteilt: Touristikinformation Wertach, Rathausstraße 3, 87497 Wertach/Oberallgäu; Telefon: 083 65 / 266, Fax: 083 65 / 15 38 oder der Tourismusverband Jungholz, Im Gemeindehaus 55, 87491 Jungholz; Telefonnummer: 083 65 / 81 20, Fax: 083 65 / 82 87.

Liebe Susanne, es ist ein Drama mit der Zeit!!! Entschuldige, daß ich schon wieder so lange getrödelt habe... aber der Umbruch. Jetzt konnten wir doch nichts entscheiden wegen des Hotels. Suche einfach ein anderes aus oder wir beißen in den sauren Apfel und zahlen das Frühstück. Ich melde mich noch einmal am Samstag, da ich jetzt auf einen Termin muß. Dann reden wir noch einmal über den/das Elsaß und verabreden uns genauer für den Wasserturm. Sorry für die Hektik. Aber gestern war e

Liebe Susanne, es ist ein Drama mit der Zeit!!! Entschuldige, daß ich schon wieder so lange getrödelt habe... aber der Umbruch. Jetzt konnten wir doch nichts entscheiden wegen des Hotels. Suche einfach ein anderes aus oder wir beißen in den sauren Apfel und zahlen das Frühstück. Ich melde mich noch einmal am Samstag, da ich jetzt auf einen Termin muß. Dann reden wir noch einmal über den/das Elsaß und verabreden uns genauer für den Wasserturm. Sorry für die Hektik. Aber gestern war e

Liebe Susanne, es ist ein Drama mit der Zeit!!! Entschuldige, daß ich schon wieder so lange getrödelt habe... aber der Umbruch. Jetzt konnten wir doch nichts entscheiden wegen des Hotels. Suche einfach ein anderes aus oder wir beißen in den sauren Apfel und zahlen das Frühstück. Ich melde mich noch einmal am Samstag, da ich jetzt auf einen Termin muß. Dann reden wir noch einmal über den/das Elsaß und verabreden uns genauer für den Wasserturm. Sorry für die Hektik. Aber gestern war e

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