Zeitung Heute : In alle Richtungen

Wie sich die Pest ausbreitet

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Die Geflügelpest ist in den Niederlanden am 28. Februar ausgebrochen. Das Virus ist sehr ansteckend und soll von italienischen Wildenten eingeschleppt worden sein. Allerdings gibt es für diese Vermutung bisher keinen Nachweis. Dass sich die Krankheit so schnell ausbreiten konnte, hat mit der hohen Spezialisierung der Geflügelbetriebe in Europa zu tun. Bruteier aus den Niederlanden werden beispielsweise in Niedersachsen ausgebrütet. Die Küken werden dann in einem weiteren Betrieb eingestellt und entweder als Brathähnchen gemästet oder als Legehennen gehalten. Von dort werden die Eier oder die Hähnchen dann auf den Markt beziehungsweise in die Geflügelschlachterei gebracht. Die vielen Transporte ergeben eine Vielzahl von Übertragungsmöglichkeiten für den Erreger. Außerdem ist die Tierdichte in den Zentren der Geflügelproduktion enorm hoch. Ist das Virus erst einmal im Stall, besteht die Gefahr, dass sich alle Tiere anstecken und die Krankheit womöglich auch noch weitertragen. deh

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