Zeitung Heute : In den nächsten fünf Jahren sollen Stellen abgebaut und weniger Sachmittel verwendet werden

Reinhart Bünger

Der Ostdeutsche Rundfunk Brandenburg (ORB) begibt sich ab sofort, besonders deutlich jedoch zum Beginn der nächsten Gebührenperiode, auf Sparkurs. Beim Personal sollen im Zeitraum von 1999 bis 2004 rund 13,2 Millionen Mark, beim Sachaufwand 110,2 Millionen Mark eingespart werden. Dies erklärte ORB-Intendant Hansjürgen Rosenbauer am Mittwoch in Berlin. Da sich das derzeitige Programm nicht aus den laufenden Erträgen finanzieren lässt, rechnet der ORB auch in den nächsten Jahren mit Fehlbeträgen. Zwar sind die Erträge aus den Rundfunkgebühren nach Informationen aus dem ORB-Rundfunkrat um sieben auf 250,6 Millionen Mark gestiegen. Auch aus der Fernsehwerbung wurde mehr erlöst.

Andererseits verbucht die Landesrundfunkanstalt Brandenburgs jedoch deutlich weniger Werbeeinnahmen im Hörfunk.

Rosenbauer plant zwar, die mit dem Sender Freies Berlin (SFB) und dem Norddeutschen Rundfunk (NDR) ausgehandelte Hörfunkkooperation fortzuführen, will jedoch dafür zunehmend weniger ausgeben. "Es wird nicht möglich sein, alle Kooperationsvereinbarungen finanziell so weiterzuführen", sagte ORB-Hörfunkdirektorin Hannelore Steer. Unklar ist, wie und von wem "Radio Eins" und "Info-Radio" fortgesetzt werden. Durch die geplante Abschaffung eines der beiden Kulturhörfunkprogramme ergeben sich beim ORB, so Steer, "kaum Einsparungen".

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