Zeitung Heute : In einer Spur

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DER MUSTERSCHÜLER

Wendelin Wiedeking ist überaus erfolgreicher Chef von Porsche, dem Sportwagenbauer, der zum Großteil den Familien Piëch und Porsche gehört. Der Aktienkurs hat sich in den vergangenen Jahren vervielfacht – und entsprechend veränderte sich Piëchs Vermögen. Sicherlich nach Absprache mit Piëch, womöglich sogar auf dessen Veranlassung hin, hat Wiedeking für drei Milliarden Euro 18,53 Prozent an Volkswagen gekauft. Beide Unternehmen wollen die Zusammenarbeit intensivieren und zum Beispiel gemeinsam einen Hybrid-Antrieb entwickeln.

DER GEFÄHRTE

Peter Hartz kam Anfang der 90er Jahre als Personalchef zu

VW. Er entwickelte unter anderem die Vier-Tage-Woche und andere Instrumente zur Sicherung von Arbeitsplätzen. Hartz hielt Piëch den Rücken auf der Personalseite frei. Er organisierte den Interessenausgleich mit Betriebsrat und IG Metall – und wurde schließlich zu einer Schlüsselfigur der Betrugs- und Sexaffäre. Im vergangenen Sommer musste Hartz ebenso zurücktreten wie der langjährige Betriebsratschef Klaus Volkert. Zwar wird auch gegen Hartz ermittelt, doch Piëch glaubt nicht, dass der sich auf Kosten des Unternehmens vergnügt hat.

DAS VORBILD

Ferdinand Porsche ist Piëchs Großvater. Für das von den Nazis gegründete VW-Werk in Wolfsburg konstruierte er den VW-Käfer. Später zog Porsche mit seinem Sohn Ferry nach Stuttgart-Zuffenhausen, wo die beiden ein Konstruktionsbüro einrichteten, aus dem dann später die Sportwagenfirma Porsche entstand. alf

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