Zeitung Heute : In Ewigkeit Damen

REIMZEIT Der Wiener Liedermacher Ludwig Hirsch präsentiert sein Best-of-Programm „Gänsehautnah“

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Der sogenannte Austropop war schon immer etwas Besonderes, vor allem wegen der ambitionierten Texte, die eher an Chansons als an Popschlager denken lassen. Einer seiner herausragendsten Vertreter besucht nun die Hauptstadt der Piefkes: Ludwig Hirsch, die lebende Legende der „dunkelgrauen“ Liedermacherei. Im Spektrum zwischen melancholisch und makaber erfüllen seine Songs durchaus auch das Klischee des todessehnsüchtigen Wieners – beispielhaft in seinem wohl erfolgreichsten Lied „Komm, großer schwarzer Vogel“ von seinem zweiten Album, das 1979 erschien. Mit solch patinierten Preziosen, etwa auch der „Omama“ oder dem „Schutzengerl“, darf im Best-of-Programm „Gänsehautnah“ gerechnet werden. Seine bislang letzte Lieder-CD – der ausgebildete Schauspieler hat auch literarische Texte eingelesen – erschien vor vier Jahren. Aus diesem entzückenden Konzeptalbum, „In Ewigkeit Damen“, stammt nebenstehender Text, dessen szenischer Charakter eigentlich nach einem Vortrag mit verteilten Stimmen schreit. Aber nix da, der Ludwig macht alles selbst. Nun ja, fast: An der Gitarre begleitet ihn sein langjähriger Spezl und Kollege Johnny Bertl. Und beinah hätte es für ein Berliner Geburtstagsständchen gereicht: Am 28. Februar wird Meister Hirsch 65 Jahre alt. eNTe

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