Zeitung Heute : In Worten

„Ich werde diesen Weg nicht gehen. Denn ich kann für eine Mehrheit nicht garantieren. (...) Es ist jetzt die Stunde des Parlamentes. Wir werden das, was wir an Inhalten im Wahlkampf vertreten haben, mit Anträgen im Parlament einbringen und uns für unsere Anträge im Parlament dann Mehrheiten suchen, und so die Regierungsarbeit einer wie ich annehme im geschäftsführenden Amt bleibenden Landesregierung beeinflussen. Wir werden jetzt keine Koalitionsverhandlungen mehr führen.“
Hessens SPD-Chefin Andrea Ypsilanti am 7. März zu ihrer Entscheidung, am 5. April nicht zu kandidieren.

„Ich habe in der Fraktion dann gefragt, ob die Fraktion den in Gänze mittragen kann . (...) Es gab niemanden, der gesagt hat, ich gehe diesen Weg nicht mit, obwohl bestimmt der eine oder andere an dieser Stelle auch mit sich gekämpft hat. (...) Wer nicht da ist und seinen Widerstand nicht anmeldet, der trägt die Entscheidung der Fraktion mit. Es gibt keine Holschuld, sondern eine Bringschuld.“
Andrea Ypsilanti am 7. März zum Abstimmungsprozess in der SPD-Fraktion

„Für mich ist in erster Linie meine Glaubwürdigkeit wichtig. Die Gewissensentscheidung ist für mich höher zu bewerten als die Verantwortungsethik. Im Vordergrund steht für mich auch, dass eine Politik mit den Linken hier in Hessen einem Ritt auf einer Rasierklinge gleichkommt. (...) Es ist eine schwere Entscheidung, ich bin mir über die Konsequenzen bewusst, und ich arbeite nicht gegen Andrea Ypsilanti.“Die SPD-Landtagsabgeordnete
Dagmar Metzger am 7. März zu ihrer Entscheidung, eine von der Linkspartei tolerierte Landesregierung nicht zu unterstützen.

„Es wird vielleicht so ausgehen, dass ich ein Versprechen nicht halten kann: mich nicht von den Linken wählen zu lassen.“
Andrea Ypsilanti am 4. März zu ihrer Ankündigung, eine Minderheitsregierung mit Tolerierung durch die Linkspartei anzustreben.

„Sollte es nicht zu einer Koalition kommen, wird die SPD Hessen entscheiden, ob und gegebenenfalls wann sich Andrea Ypsilanti im Landtag zur Wahl stellt.“
Beschluss des SPD-Präsidiums vom 25. Februar, mit dem die Bundespartei Andrea Ypsilanti in Hessen freie Hand gibt, sich von der Linken tolerieren zu lassen.

„Es wird keinerlei Absprachen oder sonstige Vereinbarungen irgendwelcher Art, auch nicht über eine Tolerierung, durch die Linke, geben.“
SPD-Chef Kurt Beck am 21. Februar

„Eine Koalition, auf die man sich verlassen kann, muss dauerhaft stehen und muss eben Haushalte verabschieden, Gesetze verabschieden. Da darf man nicht am Tropf dieser Linksgruppierung hängen.“
Kurt Beck am 30. Januar

„Es bleibt definitiv dabei: Mit der Linkspartei wird es keine Zusammenarbeit geben – weder so noch so.“
Andrea Ypsilanti am 17. Januar

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