Information : Schau mir in die Augen, Compi!

Der Mensch des Jahres 2050 ist gläsern. Er ist in seinem Körper und in seinem Umfeld von einer Vielzahl von vernetzten Kleinstsensoren und intelligenten Agentensystemen umgeben. Die Überwachung seiner Gesundheit sowie in Krankheits- oder Notfällen ist online über große Distanzen möglich. Alten Menschen gelingt es so, immer länger in ihrer vertrauten Umgebung zu wohnen. Krankheiten und Notfallsituationen werden immer schneller erkannt.

Mobilität und Kommunikation werden zu einer Einheit. Fernseher, Computer und Kommunikation verschmelzen. Intelligente Software-Agenten analysieren das Verhalten und die Bedürfnisse ihrer Nutzer, durchforsten vernetzte Datenbestände sowie Ton und Bild nach geeigneten Informationen und Medien.

Das Fernsehen hat sich von einem zweidimensionalen Verteilmedium zu einem vollständig individualisierten dreidimensionalen Konsumgut entwickelt. Da sich Menschen weiterhin über den „Tatort“ vom Vorabend austauschen möchten, verbinden Kommunikationscluster Menschen zu geeigneten „Communities“. Die individuellen Bedürfnisse und Präferenzen, der Aufenthalt und die Gewohnheiten der Menschen sind bekannt und werden von Informationsanwendungen genutzt. Die Werbung ist vollständig individualisiert. Der Datenschutz steht vor immensen Herausforderungen. 3D-Displays ermöglichen 3D-Fernsehen und Bildkommunikation ohne Spezialbrille. Die Displays sind nicht mehr nur flach, sondern flexibel und zum Anfassen wie Zeitungspapier. Ähnlich wie beim heutigen Surround Sound sind in vielen Räumen rundherum ganze Wände zu großflächigen 3D-Displays mutiert, die den Menschen das Gefühl geben, direkt in Bilder oder Computergrafiken eingebettet zu sein.

Vernetzte Computer werden beliebig klein. Sie umgeben den Menschen unauffällig und in großer Zahl. Sie haben auch „Augen“, „Ohren“ und eine Vielzahl anderer Sensoren, um eine auf der sinnlichen Wahrnehmung beruhende Kommunikation mit dem Nutzer zu ermöglichen. Sie sprechen mit dem Nutzer und interpretieren dessen Blicke und Gesten – ohne dass ein Mausklick notwendig ist.

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