INFORMATIONEN : Taub, nicht stumm

In Deutschland leben etwa 80 000 Menschen, die taub sind. Weitere 140 000 sind hochgradig schwerhörig. Ursachen einer angeborenen Taubheit können Vererbung oder eine Krankheit sein, auch eine erworbene Gehörlosigkeit geht häufig auf Erkrankung zurück. Etwa 90 Prozent der Tauben lernen ihre Partner in der Gehörlosengemeinschaft kennen, ihre Kinder sind zumeist hörend. Die Verständigung läuft überwiegend in der Deutschen Gebärdensprache (DGS): Kommuniziert wird visuell und fast geräuschlos über die Bewegung und Stellung von Händen und Armen, Körperhaltung, Mimik und das Mundbild. Gebärdensprachen unterscheiden sich von Land zu Land, und es gibt Dialekte. Ertaubte und Schwerhörige verständigen sich dagegen häufig mit Lautsprachbegleitenden Gebärden. Hier wird – anders als bei der DGS – zu jedem gesprochenen Wort simultan eine Geste ausgeführt. Das Wort taubstumm wird von Gehörlosen als diskriminierend empfunden, denn sie können kommunizieren – in Gebärden- oder Lautsprache. cwe

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