Zeitung Heute : Initiative fordert „Keine weiteren AOL-CDs“

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Stellen Sie sich vor, es klingelt an der Tür und der Ruf „Sie haben Post“ ertönt. Die Sendung ist unübersehbar: 1,2 Kilometer hoch und 17 Tonnen schwer. So wünschen es sich jedenfalls die Initiatoren eines Projektes, die dem InternetProvider AOL eine Million CDs schicken wollen. Genauer gesagt: Zurückschicken, denn die Werbe-CDs landen in der Regel unaufgefordert im Briefkasten oder befinden sich auf zahllosen Magazin-Heften. Und weil das nicht so bleiben soll, wird jetzt zurückgesammelt. 81 147 Silberscheiben sind bereits zusammengekommen. Kein Problem. Die deutschen Sammler sind nach den USA mit einem Beitrag von fast 24 000 Exemplaren in vorderster Reihe. Mit einer deutschen Webseite haben es die Deutschen sogar geschafft, ein regionales Sammelstellen-System mit Annahmestellen in fast jeder größeren Stadt aufzubauen. Wo sonst, wenn nicht im Musterland der Mülltrenner. Auch in Frankreich, England und Australien können sich entnervte „Werbe-Opfer“ an der Aktion beteiligen. Die gesammelten Silberlinge werden anschließend an die AOL-Zentrale nach Virginia geschickt. Jens Nordlohne, Pressesprecher von AOL-Deutschland, sieht die Sammelaktion gelassen. „Wir haben ein internes Recycling-Programm, wer will, kann die CDs an uns zurückschicken“. mvd

Informationen im Internet:

www.nomoreaolcds.org

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