Zeitung Heute : INLAND

Union erwartet bei Frauenquote Einigung mit Sozialdemokraten



Berlin - Die Union sieht sich in den Verhandlungen um die Ausgestaltung der Frauenquote mit der SPD als Sieger. Eine starre Quote für Vorstände sei „weder sinnvoll noch verfassungsrechtlich möglich“, sagte die Verhandlungsführerin der Union für die Familien- und Gleichstellungspolitik, Annette Widmann-Mauz (CDU), dem Tagesspiegel. „Das hat mittlerweile auch die SPD eingesehen.“ Für Aufsichtsräte befürwortet die Union dagegen ebenso wie die SPD eine feste Frauenquote. Für Vorstände schlägt die SPD nun nur noch „verbindliche Zielgrößen“ vor. Das Zugeständnis der SPD mache sie „zuversichtlich, dass wir mit der SPD zu einer vernünftigen Regelung im Sinne der Frauen kommen werden“, sagte Widmann-Mauz. Die CDU-Politikerin forderte zudem, auch die Aufstiegschancen von Frauen auf den Führungsebenen unterhalb des Vorstands zu verbessern. Es sei falsch, nur auf Aufsichtsräte und Vorstände zu starren, warnte sie: „Ein paar Vorzeigefrauen mit einem Amt mehr machen noch keinen Kulturwandel.“ Auf allen Führungsebenen müssten Frauen stärker vertreten sein. Die Arbeitsgruppe Familie und Gleichstellung verhandelt erneut am morgigen Sonntag. hmt

SPD-Familienpolitiker fordern offenbar

14 Milliarden Euro Mehrausgaben

Berlin - Für den Ausbau der Familienpolitik fordern SPD-Politiker einem Bericht zufolge Mehrausgaben in Höhe von 14 Milliarden Euro. Dies gehe aus einer Gesamtrechnung der Arbeitsgruppe Familie, Frauen, Gleichstellungspolitik hervor, berichtete die „Bild“-Zeitung. Größter Punkt sei der Ausbau der Ganztagsbetreuung, der mit 7,9 Milliarden Euro veranschlagt werde. Für einen Lohnausgleich für bezahlte Pflegezeit werden demnach 1,4 Milliarden Euro veranschlagt, für eine Verbesserung der Pflegequalität 300 Millionen bis eine Milliarde Euro. Der einkommensabhängige Kinderzuschlag, der im Forderungskatalog steht, würde demnach rund eine Milliarde Euro kosten. Dem Blatt zufolge machten die Verhandlungsführer aller Parteien aber schon klar, dass Mehrkosten in diesem Umfang nicht darstellbar seien. AFP

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