• INSPIRATIONSQUELLE BAUMHAUS: Zwischen Himmel und Erde schuf John Mayall die Kultplatte „Blues from Laurel Canyon“

INSPIRATIONSQUELLE BAUMHAUS : Zwischen Himmel und Erde schuf John Mayall die Kultplatte „Blues from Laurel Canyon“

Baumhäuser gibt es, seit die Eingeborenen Südamerikas, Afrikas, Asiens und West Papuas (Neuguinea) damit vor den Gefahren und Widrigkeiten am Boden entfliehen. Populär in der westlichen Welt wurden sie aber vor

allem durch John Mayall (76), den „Vater des weißen Blues“. Nachdem er Ende der sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts mit den Bluesbreakers bereits Kultstatus erreicht hatte, zog sich John Mayall aus der Öffentlichkeit zurück, um als Einsiedler in einem Baumhaus bei Los Angeles zu leben. Dort entstand ein Meilenstein der Blues- Geschichte: „Blues from Laurel Canyon“ (1968). Die Songs gehen ineinander über, so dass der Eindruck eines zusammenhängenden Stücks entsteht. Die musikalische Reise durch den Laurel Canyon ist bis heute eine der ambitioniertesten Bluesplatten. Im Song „Canyon Laurel Canyon Home“ beschieb Mayall sein Lebensgefühl im Baumhaus so: „Oh, oh, it's so beautiful to be alone/Got the sun and trees and silence/I'm in my Laurel Canyon home“.

Das grüne Plattencover zeigt ein Porträt des Künstlers psychedellisch verfremdet inmitten von Blätterwerk. Leider brannte Mayalls Baumhaus 1979 ab und mit ihm einige Mastertapes, Bilder und diverse Tagebücher. Die Kreativität des Briten, der Eric Clapton förderte, blieb davon unberührt. Seit Jahrzehnten tourt er von Auftritt zu Auftritt, wo er auf der Mundharmonika den Klassiker „Room to move“ spielt. Am Dienstag, 15. Juni, ist er wieder in Berlin zu hören und zu sehen. Im Columbia Club gibt er ein Konzert. Bü.

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