Integrationspreis 2012 : Kompetenzen erkennen

Zum zehnten Mal wurden Berliner Unternehmen mit dem Integrationspreis geehrt.

Geehrt. Sozialsenator Mario Czaja (links) und Lageso-Präsident Franz Allert (rechts) mit Vertretern der Preisträger.
Geehrt. Sozialsenator Mario Czaja (links) und Lageso-Präsident Franz Allert (rechts) mit Vertretern der Preisträger.Foto: Davids/Dominique Ecken

„Machen Sie Ihren Job und zeigen Sie Personalkompetenz.“ Diesen Appell richtete Jürgen Wittke, Hauptgeschäftsführer der Berliner Handwerkskammer, in seiner Festrede zum Integrationspreis an die Wirtschaft. Angesichts des wachsenden Fachkräftemangels könne es sich niemand leisten, auf die Kompetenzen von Mitarbeitern mit Behinderung zu verzichten. „Schauen Sie auf die 90 Prozent, die jemand kann, und nicht auf die zehn Prozent, die für den Job irrelevant sind.“

Zum zehnten Mal ehrte das Land Berlin vergangenen Montag im Roten Rathaus Unternehmen, die in vorbildlicher Weise Schwerbehinderte ausbilden und beschäftigen. In der Kategorie „Kleinunternehmen“ siegte der Betrieb des Malermeisters Cemal Ates, in der Kategorie „Mittelstand“ die Herold Ingenieurgesellschaft für den Garten- und Landschaftsbau, bei den Großunternehmen wählte die Jury die Deutsche Rentenversicherung Bund auf den ersten Platz. Alle Gewinner erhielten eine Geldprämie in Höhe von 10 000 Euro. Ein Sonderpreis ging an die Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) für ihr nachhaltiges und langjähriges Engagement für behinderte Azubis und Beschäftigte. Für den Integrationspreis können sich private und öffentliche Unternehmen bewerben. In diesen Jahr taten das 65 Betriebe – 20 mehr als im Vorjahr.

Die Preise übergab Sozialsenator Mario Czaja (CDU), der darauf hinwies, dass gleichberechtigte Teilhabe ein Menschenrecht sei, zu dessen Wahrung sich Deutschland mit der Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet habe. Franz Allert, Präsident des Berliner Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lageso), unterstrich, dass alle Bewerber Großartiges leisten würden. Es gebe viele Betriebe, die wirtschaftliche Überlegungen und soziale Verantwortung zu vereinen wüssten. Ihre guten Beispiele könnten anderen zeigen, wie leistungsstark Beschäftigte mit Behinderung sind.

Die Prämierten stellen wir auf den folgenden Seiten vor. Die komplette Beilage steht im Internet unter: www.tagesspiegel.de/integrationspreis

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