Zeitung Heute : Intendantenwahl

Der Tagesspiegel

Beim dritten Anlauf zur ZDF-Intendantenwahl am morgigen Sonnabend gelten ARD-Programmchef Günter Struve sowie Bertelsmann-Manager Manfred Harnischfeger als heiße Kandidaten. ZDF-Programmdirektor Markus Schächter soll dagegen aus dem Rennen sein. Die Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz und Thüringen, Kurt Beck (SPD) und Bernhard Vogel (CDU) wollen heute noch weitere Gespräche über einen Konsenskandidaten führen. Die Wahl eines Nachfolgers von Dieter Stolte, der nächsten Donnerstag nach 20 Jahren sein Amt abgibt, war bereits zwei Mal gescheitert. Union und SPD konnten sich im Fernsehrat nicht einigen. Der Intendant muss von 47 aller 77 Fernsehräte gewählt werden.

Struve war bereits beim letzten Wahlgang am 18. Januar als Kandidat genannt worden. Der 61-jährige Fernsehmanager, der früher der SPD angehörte, hatte jedoch für seine Bewerbung die gemeinsame Unterstützung von SPD und Union im Fernsehrat zur Bedingung gemacht. Die Union lehnte dies ab. Über eine Kandidatur von Harnischfeger war erstmals in dieser Woche spekuliert worden. Die Freundeskreise von SPD und Union dementierten daraufhin, man habe sich bereits auf Harnischfeger geeinigt. Der 57-Jährige, Chef der Unternehmenskommunikation bei Bertelsmann, war Anfang der 70er Jahre Sprecher der hessischen CDU-Landtagsfraktion. Sollte bis zur Amtsaufgabe Stoltes am kommenden Donnerstag kein neuer Intendant gewählt sein, würde ZDF-Programmchef Schächter einen Teil von Stoltes Aufgaben übernehmen. Tsp

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