Zeitung Heute : Interdisziplinäre Ausbildung Beispiel II: Die Umwelttechnikerin

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Nina Haeberlin arbeitet seit neun Jahren als Umwelttechnikerin - derzeit in einer Unternehmensberatung, die an der Charité in Berlin für die Ver- und Entsorgungslogistik verantwortlich ist. Die 36-Jährige beschäftigt sich vor allem mit Abfall - vom Gewerbeabfall über krankenhausspezifische Wertstoffe bis hin zu Sonderabfällen. Begonnen hat Haeberlin ihre Umwelt-Karriere mit dem Studium Technischer Umweltschutz. Bereut hat sie es nicht: „Als Ingenieursstudium ist es interdisziplinär und breit gefächert. Ich finde es immer noch interessant, dass man sich auch mit Umweltrecht, Ökonomie und Ökologie beschäftigt."

Nach Abschluss des Studiums wollte Haeberlin ihre Kenntnisse noch vertiefen und promovierte in einem interdisziplinären Graduiertenkolleg an der Rheinisch-Westfälisch-Technischen-Hochschule Aachen (RWTH). Ihre Zukunft sieht sie positiv. Für den Beruf des klassischen Umwelttechnikers gebe es heute – ganz anders als kurz nach dem Mauerfall, als es im Umweltbereich relativ viele öffentliche Aufträge gab – nur noch sehr wenig Stellen. „Aber die interdisziplinäre, problemlösungsorientierte Ausbildung“, ist sich Nina Haeberlin sicher, „war eine gute Vorbereitung auf jede Art von Umweltberufen im technischen Bereich“. kaw

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