Zeitung Heute : Internationale Verbindungen

Ulrike Prechtl-Fröhlich

Die Freie Universität Berlin ist in der zweiten Staffel des Exzellenzwettbewerbs des Bundes und der Länder weitergekommen. Das Gutachtergremium der Deutschen Forschungsgemeinschaft und des Wissenschaftsrates forderte sie auf, in allen drei Förderlinien Vollanträge zu erarbeiten. Die Freie Universität Berlin geht mit Anträgen für zwei Graduiertenschulen, drei Exzellenzcluster und dem Zukunftskonzept in die letzte Runde. Außerdem ist die gemeinsame Einrichtung der Freien Universität Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin, die Charité, mit zwei Anträgen weiter im Wettbewerb.

„Wir freuen uns, dass die Mühe und Anstrengung, vor allem aber die Exzellenz zahlreicher Bereiche der Freien Universität, Anerkennung gefunden haben. Wir verfolgen das Zukunftskonzept der Internationalen Netzwerkuniversität weiter und arbeiten gezielt daran, dieses internationale Gründungserbe der Freien Universität fortzuentwickeln“, sagte der Präsident der Freien Universität Berlin.

In der ersten Staffel des Wettbewerbs 2006 hatte die Freie Universität Zuschläge für zwei Graduiertenschulen bekommen.

Auf dieser Seite stellen wir die Projekte vor, mit denen sich die Freie Universität Berlin für die zweite Endrunde qualifiziert hat.FU

Das Zukunftskonzept der Freien Universität Berlin ist unter zwei Prämissen entwickelt worden, die zum einen durch die besondere Gründungsgeschichte der Universität geprägt sind, zum anderen von der gegenwärtigen Situation der Wissenschaften in einer Zeit prekärer demographischer Entwicklung.

Die Freie Universität Berlin wurde 1948 mit Hilfe internationaler, insbesondere amerikanischer Unterstützung im freien Westteil Berlins gegründet, und zwar als Reaktion auf die massiven Einschränkungen von Studierenden und Lehrenden durch die kommunistisch gesteuerte Universität im Ostteil der Stadt. Auch heute sieht sich die Freie Universität deshalb in der Verpflichtung, bei allen Aktivitäten für die Freiheit von Wissenschaft und Forschung einzutreten. Diese historische Verpflichtung erfüllt sie durch eine konsequente Internationalisierung, die in dem Zukunftskonzept der Internationalen Netzwerkuniversität umgesetzt wird. Die Zukunft der Wissenschaft in Deutschland steht unter dem Einfluss der demografischen Entwicklung, der zunehmenden Abwanderung hoch qualifizierter Wissenschaftler und dem wachsenden Bedarf an exzellenter Forschung, die für den Wirtschaftsstandort der Bundesrepublik immens wichtig ist. Das Zukunftskonzept der Freien Universität Berlin für eine Internationale Netzwerkuniversität soll deshalb Bedingungen schaffen, um die Forschung auf Spitzenniveau künftig auf eine bessere Basis zu stellen und eine wissenschaftliche Tätigkeit für den akademischen Nachwuchs in Deutschland attraktiver zu machen. Für die Freie Universität Berlin sind drei Netzwerke für eine internationale Spitzenstellung besonders relevant: „Forschungsnetzwerke“ als Exzellenzcluster, „Ausbildungsnetzwerke“ für Promovierende und „Internationale Netzwerke“.

Das Zentrum für Internationalen Austausch ist dabei Schnittstelle des internationalen Netzwerks der Freien Universität Berlin mit Zweigstellen auf der ganzen Welt, etwa in New York, Peking, Moskau und Neu-Delhi. Um die Attraktivität Deutschlands für hoch qualifizierte Wissenschaftler zu erhöhen, wirbt das Zentrum durch seine Außenstellen – gemeinsam mit Partnern, wie dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) sowie wissenschaftlichen Einrichtungen vor Ort – gezielt wissenschaftlichen Nachwuchs an und präsentiert die Forschungsnetzwerke im Ausland. Darüber hinaus sind die Zweigstellen wichtige Orte des wissenschaftlichen Austauschs über die Clusterforschung an der Freien Universität Berlin.

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar