INTERNATIONALER LITERATURPREIS Preisverleihung : Luftwurzler und Wanderer

Noemi Hahnemann

133 Bücher von Autoren aus mehr als 50 Ursprungsländern und übersetzt aus 25 Sprachen musste die Jury des Internationalen Literaturpreises des Hauses der Kulturen der Welt lesen. Für die Shortlist blieben danach noch sieben Autoren und ihre Übersetzer übrig. Sie sollen einen Eindruck von dem geben, was sich vom goetheschen Begriff der Weltliteratur mehr und mehr zum Begriff der global literature hin verschiebt, zu Sprach- und Kulturwechslern, Luftwurzlern und Wanderern zwischen den Kontinenten. Nur einer der sieben wird am kommenden Mittwoch den mit 25 000 Euro für den Autor und 10 000 Euro für den Übersetzer dotierten Preis erhalten.

Nominiert sind der aus Martinique stammende Dichter Édouard Glissant (Foto links unten) mit „Das magnetische Land“ (Das Wunderhorn), der in Paris lebende Algerier Yasmina Khadra mit „Die Schuld des Tages an die Nacht“ (Ullstein), die in den USA lebende Chinesin Yiyun Li (Foto links oben) mit „Die Sterblichen“ (Hanser), der in Harvard lehrende Iraner Shahriar Mandanipur mit „Eine iranische Liebesgeschichte zensieren“ (Unionsverlag), der aus Äthiopien stammende Amerikaner Dinnaw Mengestu mit „Die Melodie der Luft“ (Ullstein), der Pakistani Daniyal Mueenuddin mit „Andere Räume, andere Träume“ (Suhrkamp) sowie die in Berlin lebenden Französin mit senegalesischem Vater Marie NDiaye (Foto rechts) für „Drei starke Frauen“ (Suhrkamp). Die Festrede hält die diesjährige Trägerin des Berliner Literaturpreises Sibylle Lewitscharoff. Es moderiert der Literaturkritiker Denis Scheck („Druckfrisch“), Jan Josef Liefers liest aus der deutschen Übersetzung des Preisträgertitels. Noemi Hahnemann

Haus der Kulturen der Welt, Mi 29.9., 20 Uhr,

Eintritt frei

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