INTERVIEW : „Ich habe für den Film extra wieder mit Kung-Fu angefangen“

Wie fühlt man sich in der Marvel- Familie?

Die Sache mit der Familie hat mich bisher immer skeptisch

gemacht. Wenn man gehört hat, dass irgendwer der 20th-

Century-Fox-Familie dankte oder irgendeiner anderen Filmstudio-

Familie. Nur hat das mit Familie normalerweise nicht viel zu tun. Die scheren sich einen Dreck darum, ob du morgen einen Autounfall hast oder nicht. Das einzige, was die interessiert ist, ob du den Film bewirbst. Bei Marvel hat das Wort Familie aber tatsächlich eine Bedeutung.

Inwiefern?

Sie ist für einen da und man hat eine gewisse Verantwortung für sie. Auch wenn man einen zentralen Part in dieser Familie übernimmt, indem man den „Eisernen“ spielt, hat man deswegen nicht immer Recht. Man muss seinen Brüdern und Schwestern zuhören, weil sie dieses Spiel der Comic-Verfilmungen schon seit Jahren kennen und wissen, was dafür gesorgt hat, dass die Guten gut wurden.

War es wichtig für Sie, die Rolle zu bekommen?

Ja, sehr sogar. Ich habe extra

wieder mit Kung-Fu angefangen, weil ich diese Rolle unbedingt spielen wollte. Außerdem habe ich extra einen Screentest gemacht, um die vielen Zweifler zu überzeugen, die es anfangs gab. Wenn man über 40 Jahre alt ist, hat man nicht unbedingt einen Spitzenplatz auf der Liste der

möglichen Kandidaten für eine

Comic-Helden-Rolle.

Sie haben eine Zeit lang als gefallener Held Schlagzeilen gemacht. Mit Drogenproblemen, Inhaftierung und alltäglichen Eskapaden. War Ihnen klar, dass Sie damit ihre Karriere aufs Spiel setzen?

Ich glaube, mir war es egal. Ich hatte ja eigentlich keinen Realitätsbezug mehr und war der festen Überzeugung, genau das zu tun, was das Beste für mich ist. Jeder glaubt doch, das zu tun, was gut für ihn ist. Vielleicht sind die Dinge manchmal nur so kompliziert, damit man danach die Einfachheit umso mehr genießen kann. Aber wie heißt es so schön – im Nachhinein und mit einem guten Ausgang lässt sich immer leicht reden. AlSo

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