Zeitung Heute : Irak-Politik: Mit Strategie?

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Gerhard Schröder: „Man sagt, wir wollen Saddam Hussein weg haben, man sagt nicht, wir wollen Druck ausüben, damit die internationalen Beobachter ins Land kommen, und das ist eine Politik, von der ich glaube, dass sie unter den gegenwärtigen Umständen falsch ist. (...) Es geht darum, dass ein Strategiewechsel vorgenommen worden ist. (...) Die aktuelle amerikanische Diskussion lautet: Wir wollen ihn (Saddam) weg haben.“

Edmund Stoiber: „Sie haben noch Ende Juli mit dem französischen Staatspräsidenten Chirac vereinbart, dass für einen militärischen Einsatz, um eben die Sanktionen durchzusetzen, überhaupt erst ein Uno-Beschluss als Voraussetzung dienen müsste. Sie haben damals gesagt, die Diskussion ist verfrüht. Ich halte es für unverantwortlich, dass Sie ein paar Tage später plötzlich aus Wahlkampfgründen eine Position eingenommen haben, die ich für unverantwortlich halte.“

Tatsache ist:

Seit Jahren wollen die USA den irakischen Diktator stürzen. Dazu sind auch militärische Optionen ins Spiel gebracht worden. Allein die Akzeptanz der Waffeninspektoren durch Irak würde Washington nicht zufrieden stellen, denn seit 1998 ist es US-Gesetzeslage, dass auf ein Ende von Saddams Herrschaft hinzuarbeiten ist. rvr

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