ISLAMISTEN IN PAKISTAN : Im Abseits

In einigen Regionen im Grenzgebiet zu Afghanistan können in Pakistan Frauen nur noch mit der Burka auf die Straße gehen, in den sogenannten Stammesgebieten kämpft die Armee gegen hunderte islamistische Kämpfer. Doch auch wenn die Extremisten für das Land ein echtes Problem sind, das schlechte Abschneiden der religiösen Parteien bei den Wahlen zeigt einmal mehr: In der breiten pakistanischen Gesellschaft haben die Extremisten keinen Platz. Nach der Wahl 2002 hatte die MMA, ein Bündnis islamistischer Parteien, in der Nordwest- Grenzprovinz sogar die Regionalregierung in Peschawar stellen können – am Montag haben die Religiösen dort offenbar nur noch acht von 96 Sitzen gewonnen. Zwar haben einige islamistische Parteien die Wahl von vornherein boykottiert. Doch die große Mehrheit der Pakistaner ist – obwohl durchaus konservativ und in gewissem Rahmen auch für eine islamische Gesetzgebung – von Sympathien für die Taliban meilenweit entfernt. cir

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