Zeitung Heute : Italien rutscht immer tiefer in die Schulden

Rom - Der italienische Premierminister Mario Monti hat der Bundesregierung versichert, mit weiteren Reformen die hohe Staatsverschuldung zurückzufahren. „Die italienische Regierung ist entschlossen, den Weg der Verschuldungseindämmung weiterzugehen“, sagte Monti am Mittwoch nach Gesprächen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in Rom. Allerdings hatten Monti nur kurz vor dem Treffen neue Hiobsbotschaften erreicht. Wie das nationale Statistikamt Istat mitteilte, stieg die Neuverschuldung des Landes im ersten Quartal auf 8,0 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Damit liegt das Defizit um einen Prozentpunkt höher als im Vorjahreszeitraum. Als Grund nannte Istat, dass Italien für neue Staatsanleihen höhere Zinsen zahlen muss und der Staat aufgrund der schrumpfenden Wirtschaft weniger Steuern einnimmt. Das aktuelle Defizit ist das Höchste seit dem ersten Quartal 2009, als die Finanzierungslücke auf 9,5 Prozent des BIP gestiegen war. Im Gesamtjahr 2011 lag das Defizit bei 3,9 Prozent. Italien hat Schulden von mehr als 1,9 Billionen Euro. Die Regierung hat deshalb harte Einschnitte vorgenommen und es sich zum Ziel gemacht, 2013 einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen. Hierfür wurden unter anderem das Renteneintrittsalter für hunderttausende Italiener angehoben. dpa/AFP

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