Zeitung Heute : Italienische Saitenkunst

Der Klang der Königin

Mit der Lira des Orpheus, dem berühmtesten Sänger in der griechischen Mythologie, wurde sie verglichen. Als „regina omnium instrumentorum musicorum“, Königin aller Musikinstrumente, wurde sie im 16. Jahrhundert bezeichnet: Die Laute. Und Venedig in dieser Zeit war eines ihrer Zentren. Im Jahr 1546 erschienen in der Lagunenstadt allein 40 Bände mit Lautenmusik. Mit der entstehenden Oper und des Sologesangs im 16. Jahrhundert entstand Bedarf an Begleitinstrumenten, die den Gesang stützten und im Ensemble gut hörbar waren. Neben der Laute waren es die Chitarrone und Barockgitarre, die als Continuo-Instrumente praktisch in jeder frühbarocken Oper das Fundament der Musik bildeten.

Mit dem Sänger und Chitarrone- und Liraspieler Marco Horvat und Rolf Lislevand, Meister auf der Laute, Theorbe und Barockgitarre, wird italienische Saitenkunst nicht nur von bekannten Komponisten wie Kapsberger und Piccinini zu hören sein. Mit Castaldi, Grandi, Corbetta und Miniscalchi wird zu erleben sein, wie effektvoll und virtuos die Laute im italienischen Norden klingen konnte. D.B.

Ovidgalerie, 19. Juni, 20 Uhr; Schloss Babelsberg, 20. Juni,

20 Uhr

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