Zeitung Heute : Jesuitenorden drohen Zivilklagen

Berlin - Wegen des sexuellen Missbrauchs an deutschen Jesuiten-Schulen wie dem Berliner Canisius-Kolleg prüfen Anwälte verschiedene Klagemöglichkeiten. Rechtsanwältin Manuela Groll sagte, sie wolle Einsicht in die Akten und Schadenersatz für die Opfer. Auch wenn die Taten strafrechtlich verjährt seien, könne ein zivilrechtlicher Anspruch bestehen. Einer ihrer drei Mandanten trete als Hauptbevollmächtigter auf, an den sich weitere Opfer wenden könnten, um gegebenenfalls gemeinsam vorzugehen. Ein anderer Anwalt von Opfern, Lukas Kawka, will eine Sammelklage in den USA prüfen, wenn sich bestätige, dass ehemalige Schüler zum Tatzeitpunkt die US-Staatsbürgerschaft hatten. „Die finanziellen Konsequenzen wären dann für den Jesuitenorden desaströs“, sagte er der dpa. Dem Tagesspiegel sagte er, er wolle auch den Vatikan als obersten Dienstherrn des Ordens verklagen. Tsp

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