Zeitung Heute : Joachim Sartorius, Dichter

Befragt von Beatrix Schnippenkoetter

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WAS ICH MAG

1. Beim Aufwachen: Das Erfassen der

Lichtverhältnisse.

2. Zu Hause: Die vertraute Unordnung.

3. Am Theater: Den beherzten Zugriff

auf die Wirklichkeit.

4. Am Theaterpublikum: Seine Leidenschaft.

5. An den Berliner Festspielen: Ihre Vielfalt.

6. Am Theatertreffen: Die ‚tt-talente’–

Nachwuchsförderung.

7. An Berlin: Dass die Stadt noch nicht fertig ist.

8. An Deutschland: Dass die öffentliche Förderung der Künste nicht in Frage gestellt wird.

9. Ansonsten: Die letzte CD von Natascha Atlas.

10.Einen Satz, den ich gerne öfter hören würde:

„Lasst uns Roulette spielen.“

WAS ICH NICHT MAG

1. Beim Aufwachen: Das Geräusch des

Springbrunnens im Innenhof.

2. Zu Hause: Die Postberge mit

unerwünschten Manuskripten.

3. Am Theater: Stampfende männliche Sprechchöre.

4. Am Theaterpublikum: Dass das Interesse an neuen Stücken junger Dramatiker schwächelt.

5. Am Theatertreffen: Dass die Nächte zu kurz sind.

6. An Berlin: Dass die Stadt immer noch geteilt ist.

7. An Deutschland: Die Reglementierungswut.

8. An meinem Leben: „Man ahnt, was man hätte sein können, wenn man nicht hätte sein müssen,

was man ist.“ (Samuel Beckett)

9. Ansonsten: Die Nachruhmsteuerung von

Großkünstlern.

10. Einen Satz, den ich nie wieder hören möchte: Dass ich „ein Sachwalter des Erotischen“ (Jens Jessen) sei.

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