Zeitung Heute : Joschka Fischers Vergangenheit: Bundesaußenminister nahm 1969 an PLO-Konferenz teil

Bundesaußenminister Joschka Fischer hat entgegen seiner bisherigen Aussagen 1969 in Algerien an einer Palästina-Unterstützerkonferenz teilgenommen. Im Umfeld des Grünen-Politikers wurde am Montag ein Bericht des ARD-Magazins "Report aus München" bestätigt, wonach Fischer an der Konferenz in Algier teilnahm. Dem Magazin zufolge propagierte dort Palästinenserführer Jassir Arafat den Kampf gegen Israel bis zum "Endsieg". Dies hätten die Delegierten in ihrer Abschlusserklärung unterstützt.

Fischers Sprecher Andreas Michaelis erklärte: "Dieser Versuch, Fischer mit vermeintlich neuen Enthüllungen zu konfrontieren, ist durchsichtig und politisch lächerlich." Noch im Januar 2001 hatte Fischer im Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" versichert, er sei nur 1966 auf einer "völlig unpolitischen Tramptour" in einem arabischen Land gewesen und danach erst wieder als Außenminister. Das ARD-Magazin berichtete dagegen von einer eidesstattlichen Versicherung der Konferenzteilnehmerin Inge Presser, dass Fischer zu der fünfköpfigen deutschen Delegation gehört habe.

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