Zeitung Heute : Jura allein reicht nicht

Elisa Hoven hat auch noch tausend andere Pläne

Susanne Vieth-Entus

Was soll man tun, wenn man sowohl das französische als auch das deutsche Abitur mit 1,0 abgeschlossen hat, wenn man es bis zur Deutschen Judo-Meisterin gebracht und bereits mit 18 Jahren unter 1000 Teilnehmern den Preis junger Kritiker gewonnen hat? Man studiert Jura. Und hört nebenbei Vorlesungen in Literaturwissenschaft, geht zwei- bis dreimal pro Woche zum Uni-Sport und arbeitet dazu noch ein paar Stunden als wissenschaftliche Hilfskraft. Die das alles auf die Reihe bekommt und davon ebenso sprudelnd wie patent erzählt, heißt Elisa Hoven und lebt zwei Jahre nach dem Abitur noch immer in Berlin. Natürlich hätte sie mit ihrer doppelten 1,0, die sie am Schöneberger Rückert-Gymnasium erzielt hat, auch tausend andere Dinge studieren und gleich ins Ausland gehen können. Aber Elisa entschied sich für Jura, weil ihre Juristen-Eltern immer so spannende Dinge berichtet hatten. Die Tochter fand, das könnte auch zu ihr passen. Schon hat sie zahlreiche Klausuren mit „gut“ oder „sehr gut“ bestanden. Nach dem Examen will sie in Frankreich weiter studieren und dann vielleicht Richterin werden – oder Professorin. Um die Finanzierung des Bücherkaufs muss sie sich keine Sorge machen: Ihre hervorragenden Leistungen haben die Berlinerin zur Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes gemacht.

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