Zeitung Heute : Jutta Ditfurth

PUBLIZISTIN

JA BITTE!

Zuletzt habe ich mich gefreut ... über Aufstand,

Widerstand; es gibt kein ruhiges Griechenland (worüber man in deutschen Medien nur Ungenaues hört).

Ein Buch zum Verschenken: Anna Seghers’ „Transit“.

Musik, die mir garantiert gute Laune macht:

„Take the Power Back“ (Rage Against The Machine).

Ein Idol: Pariser Commune von 1871.

Mein bisher bester Satz in einer Diskussionsrunde:

Bin unterfordert, besser ich gehe.

Mein größter Erfolg: Mitaufbau der klug-militanten Anti-AKW-Bewegung der 1970er Jahre und nach den Grünen noch so einige Projekte …

Mag ich: Wenn Menschen denken lernen. Gute, also auch radikale Kritik. Solidarität. Wenn eine/r Angst

überwindet. Wenn Autoritäten gestürzt werden und das eigene Leben in die Hand genommen wird. Soziale Gleichheit, ohne die es wirkliche Freiheit nicht gibt.

NEIN DANKE!

Zuletzt habe ich mich aufgeregt ... über Ingo Zamperonis (ARD, Nachtmagazin) Aussage, Atomenergie sei eine „Brückentechnologie“ hin zu den erneuerbaren Energien. Eine Lüge – denn es geht den Energiekonzernen um den Übergang zur ebenso gefährlichen Atomfusion.

Ein abschreckendes Beispiel: Helmut Schmidt.

Eine schlechte Droge: Antisemitismus, Rassismus,

Biologismus wie soeben von Sarrazin als Lautschreier von einflussreichen Bundesbank- und SPD-Kreisen

sowie von DVA/Bertelsmann verbreitet.

Schmeckt nicht: Fisch in der „Hemingway Lounge“

in Frankfurt/Main.

Eine Überzeugung, von der ich mich trennen musste: Dass erkämpfte Rechte ohne neue Kämpfe Bestand haben.

Mag ich nicht: Menschen, die sich aus miesen Verhältnissen befreien, dann aber wollen, dass es ihnen

– und nur ihnen – nie mehr schlecht gehen soll.

Nationalisten, Rassisten, Ausbeuter, Militaristen.

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