Zeitung Heute : Kalte Augen aus der Schweiz

Die Spielerfrauen in der Geschichte der deutschen Nationalelf: mal Muse, mal Heimchen am Herd. Oder eine Schönheitskönigin, die auch in der Bayernkabine für Kichern sorgte: Lolita Morena.

-

„Ich sah ein Foto von Lolita und bekam panische Angst. Ihre Augen waren kalt und berechnend. Sie wollte ihn haben, den erfolgreichsten und bekanntesten Fußballer der Welt“, sagte einst Silvia Matthäus über ihre Nachfolgerin. Ähnlich dürfte es auch vielen anderen gegangen sein, als Lothar 1992 mit seiner Lolita in der Säbener Straße auftauchte. Kein Wunder, denn mit den Gattinnen Grahammer, Wohlfahrt oder Kreuzer tummelte sich bis dahin auch eher die solide Variante auf der Tribüne des Olympiastadions. Lolita hingegen zog als Ex-Schönheitskönigin und Fernsehmoderatorin viel Presse an. Bereitwillig öffnete sie das traute Heim für die eine oder andere Exklusivstory, und auch Söhnchen Loris wurde fotowirksam auf den Trainingsplatz geschickt. Matthäus versprach sich nach den elf Jahren Ehe mit seiner Jugendliebe Silvia wohl deutlich mehr Glamour von seiner neuen Angetrauten. Doch das Ganze kam eher provinziell daher, wenn sich Lolita zünftig im bayrischen Dirndl ablichten ließ.

Endgültig dem Spott der Fußballwelt anheim fiel Lolita, als sie die eher hirnweiche Windel-Show „Babys Bester“ moderierte. Auch in der Mannschaft wurde beim gemeinschaftlichen Fernsehgucken im Trainingslager dezent gekichert, wenn Lolita auftrat. Lothar soll, so wird kolportiert, vor Wut über die unbotmäßigen Kollegen gekocht haben.

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar